St.Weg Treppen und Sitzflachen St.W 190 1 schule 1 190 Wuppertal Flurflachen190

Thinktank Stubenhofer Weg 190 Lehrerlounge1 Gruppe190 P1550830 190

(Schulen von links: 1. Hamburg, Bildungszentrum Stübenhofer Weg Grund- und Stadtteilschule, 'Gemeinsame Mitte'; 2. Hamburg, Goethe-Gymnasium, 'Aula und Mensa'; 3. Wuppertal, Gesamtschule Barmen, 'Indoor-Sozialflächen', 4. Hamburg, Bildungszentrum Stübenhofer Weg Grund- und Stadtteilschule, 'Thinktank'; 5. Hamburg, Goethe-Gymnasium, 'Lehrerlounge'; 6. Hamburg, Ganztagsgrundschule Am Johannisland, 'Außenliegende Fluchtwege', Fotos, E. Tegge)

 

Schulbauberatung

In Deutschland war derartiges vor wenigen Jahren fast noch ein Fremdwort, während es in anderen Ländern bereits entsprechende Beratungsunternehmen gab, die - personell aus Schulleuten und Architekten bestehend – aus einem großen Erfahrungsschatz schöpfen und bei der Umsetzung pädagogischer Ideen in schulisch gebaute Realität helfen. Dabei liegt die äußere Gestaltung der Bauten und innenarchitektonische Ausstattung bis hin zur Möblierung in einer Hand. Die 'Wallfahrten' deutscher Behördenvertreter, Architekten und Schulmacher nach Holland und Skandinavien der letzten Jahre sind ein beredter Beleg für den erheblichen Vorsprung und Innovationskraft des Schulbaus in diesen Ländern.

Nun ändern sich langsam auch in Deutschland die Abläufe im Schulbau zumindest insoweit, dass die Schulleitungen stärker bei der Planung einbezogen werden, aber da sie in der Regel keine Fachleute sind und vor allen Dingen auch nicht über einen großen Erfahrungsschatz – insbesondere gerade auch aus dem Ausland – verfügen, sind sie abhängig von den Vorstellungen der Architekten oder Schulbauämter. 

Hier setzen sich dann zuvorderst die Kostenargumente oder die ästhetischen Vorstellungen durch, während die pädagogisch-funktionelle Sichtweise nur insoweit zum Tragen kommt, wie es der Schulleitung gelingt, eigene Konzepte zu erarbeiten und insbesondere auch durchzusetzen. Dass parallel auf allen Beteiligten auf Grund der jahrelangen Investitionsverschleppung im Schulbau ein ungeheurer Spardruck bei gleichzeitig boombedingter Preisexplosion lastet, macht das Unterfangen nicht einfacher.

0. Die Phase Null
Auf Grund des Engagements der namhaften 'Montag Stiftungen', konnte ein neues Format der Planung bei verschiedenen Schulbauprojekten eingeführt werden. Die Phase Null - begrifflich angelehnt an die Leistungsphasen der Architekten -
steht für den inhaltlichen und schulentwicklerischen Vorlauf, der benötigt wird, um die Schule entsprechend der Vorstellungen der späteren Nutzer zu planen und zugleich eine Abstimmung der schulischen, städtebaulichen und finanziellen Rahmenbedingungen  zu erreichen. Dazu wird ein fachlich hochkompetentes Team aus einem(r) Architekten(in) und Pädagogen(in) gebildet, die diese Abstimmungsprozesse moderiert und leitet und schließlich in einem Abschlussbericht die Grundlage für die Planungen der zu beauftragenden Architekturbüros erstellt.

Dies muss vor allen Dingen weit im Vorfeld jeglicher Planung erfolgen, denn gerade beim Schulbau gilt: „Wenn der Betonlasterfahrer den Knopf zum Abladen gedrückt hat, muss man mit dem Ergebnis mindestens für die nächsten 50 Jahre leben."

Damit der Frust der nachfolgenden Generation sich in Grenzen halten kann, wollen wir den Blick auf 'gern' vernachlässigte Punkte lenken, wobei nicht unterschlagen werden soll, dass z.B. in Norwegen der Schulneubau sich im Kostenrahmen von 4200€ pro m2 bewegt, während man sich in der reichsten Stadt Deutschlands - Hamburg - von der Schulbauverantworlichkeit damit rühmt, mit 2850€ pro m2 aus zukommen. Den Unterschied müssen aber nur die Kinder und Lehrkräfte er'leben'.

1. Differenzierungsflächen

Das alte Modell eines gleichförmigen Unterrichts, womöglich noch frontal, ist nach heutigen didaktischen Konzepten eigentlich tot - allerdings ist genau dieses der Erfahrungshintergrund von Schule, den viele Architekten und Schulbaureferenten in der eigenen Kindheit und Jugend erlebt haben und allzugern reproduzieren wollen. Individualiserende Unterrichtsformen, Kleingruppenarbeit etc. stellen aber gänzlich andere Ansprücheindoor sozialflchen wuppertal 2 an die räumliche Konzeption. Zusätzlich müssen sich die Schulen, in denen Neu- oder Umbaumaßnahmen stattfinden, mit dem ungeheuren Spardruck auseinandersetzen, wie er gegenwärtig bei öffentlichen Investitionen gern praktiziert wird. Folglich wird vor allen Dingen in unmittelbare Klassen- und Fachräume investiert - was vielfach fehlt, sind alle Arten von Differenzierungsflächen. Ob diese in echten Räumen ('Differenzierungsraum') oder in großzügigeren Flursituationen mit Nischen, Treppenflächen, Podesten o.a. (offene Lernlandschaften) angeboten werden, ist der Phantasie und Gestaltungskraft von Kollegen und Architekten überlassen - es muss diese Flächen nur in ausreichendem Maße geben. Dabei ist auch die Strukturierung der Lage der regelhaften Unterrichtsräume und der Differenzierungsflächen zueinander wichtig sowie auch Sichtbeziehungen zwischen Unterrichtsräumen und Vorräumen/Fluren, um eine gewisse Kontrolle der Gruppen und SchülerInnen zu haben, die zeitweise außerhalb des Klassenraumes arbeiten. 

 

2. Sozialflächen innerhalb des umbauten Raumes

Wuppertal: Treppen sind wunderbarDer genannte Kostendruck führt vielerorts auch hier zu einem 'Abspecken', das sich später im Betrieb einer - in der Regel - Ganztagsschule bitter rächen dürfte: Wetterbedingt müssen sich unsere SchülerInnen zu allen Pausenzeiten während erheblicher Teile des Jahres nun einmal in überbauter (d.h. zumindest trockener oder gar geheizter) Fläche aufhalten, denn die Pausen im Rahmen eines Ganztagsbetriebes sind deutlich ausgeweitet und in der Mensa können nur die jeweiligen Esser Platz finden (häufig Schichtbetrieb á 20min). Hier lässt sich in Kombination mit obiger Anforderung nach Differenzierungsflächen synergetisch eine annähernd kostenneutrale Lösung finden, wenn man die Freiflächen innerhalb der Gebäude auch interessant für Pausenzeiten gestaltet, die man während der Unterrichtszeiten dann für individualisierte Arbeitsformen nutzen kann. Hier stehen allerdings häufig völlig überzogene Brandschutzvorschriften im Wege, die z.T. erst bei den Brandschauen mit den jeweiligen Feuerwehrbeauftragten 'aus dem Hut gezaubert' werden und man sieht sich als Schulmacher dann mit 'Allmächtigen' konfrontiert, die Flure, Freiflächen oder Treppenhäuser am liebsten frei von jeglicher Möblierung haben möchten - weshalb deutsche Schulen im Vergleich zu holländischen oder skandinavischen so wenig 'gemütlich' wirken bzw. nicht zum Verweilen einladen. Selbst erlebtes Extrembeispiel - die Aufforderung durch den Brandschützer, ein Stahlblechmöbel mit Schülerschließfächern aus dem Flur zu entfernen, da ja ein Schüler eine Rauchbombe in seinem Fach deponieren könnte, was dann den Fluchtweg einschränken könnte.


3. Arbeitsplätze für Lehrkräfte und Gemeinschaftsräume

In einer funktionierenden Ganztagsschule müssen sich die Lehrkräfte mindestens genauso lange sinnvoll aufhalten können wie die Schüler. Punkt. Sie müssen also in der Schule ungestört und effizient arbeiten können, was im traditionellen Lehrerzimmer nun mal nicht geht, da es mit Funktionen (Vorbereiten, Klönen, Material lagern, Korrigieren, Informieren etc.) völlig überladen ist. Das bedeutet, dass der 'öffentliche Investor' in Personal und Schulbau hier ökonomisch vorgehen müsste und endlich die unsägliche Trittbrettfahrerei in Form von erzwungener Heimarbeit der deutschen Lehrerschaft aufgeben und echte Arbeitsplätze für die Lehrkräfte in der Schule vorhalten sollte. Sicher ist es für die Schulträger kurzfristig billiger, einen Teil der Lehrerarbeit in das häusliche Umfeld zu verlagern und dieses den Lehrern mit dem Ablasshandel der steuerlichen Absetzbarkeit eines Arbeitszimmers und einer angeblich größeren Freiheit in der Zeiteinteilung zu versüßen. Langfristig kommt diese Arbeitstruktur die Gesellschaft aber wesentlich teurer, weil die fehlende Trennung von Beruf und Freizeit jegliche Formen von psychosomatischen Krankheiten (z.B. Burnout etc.) fördert und die Vereinzelung der Lehrkräfte an den häuslichen Schreibtischen einer Teamarbeit massiv abträglich ist und damit eine vielfach mögliche Rationalisierung behindert. Individuelle Lehrerarbeitsplätze in der Schule sind der Schlüssel zu geringeren psychischen Belastungen im Lehrerbereich.Hamburg: Lehrerlounge

Das klassische Lehrerzimmer ist folglich entbehrlich, statt dessen benötigt man aber eine Kommunikationsfläche im Sinne einer Lounge, die für Pausengespräche und -aufenthalte der Lehrkräfte freundlich und wertschätzend (Küchenzeile, Kaffeeautomat, Regeneriermöglichkeit für warme Speisen) ausgestattet sein sollte. Hier sollten auch die Postfächer und zentralen Mitteilungssysteme Platz finden. Zugleich benötigt eine Schule einen Konferenzraum für Kleingruppen von 10-15 Personen mit entsprechender Konferenztechnik. Für die wenigen allgemeinen Konferenzen im Jahr muss es natürlich auch den Zugriff auf einen Raum geben, in der alle Mitarbeiter der Schule Platz finden, für diese wenigen Male könnte dies aber auch in der Aula oder Mensa möglich sein.

4. Bibliothek

Es ist kaum zu glauben - im Lande der Dichter und Denker verfügen viele Schulen nicht über eine moderne Schulbibliothek mit eigenem Budget nebst festangestellter bibliothekarischer Fachkraft. Statt eines modernen Wissenszentrums gibt es vielerorts nur 'Krücken' in Form von BücherWuppertal: Bibliotheksammlungen, die von Honorarkräften oder gar ehrenamtlichen Eltern verwaltet werden und überaltete oder gespendete Bestände in den Pausen an die Kinder ausleihen. Eine didaktisch/konzeptionelle Einbindung der Bibliothek in das Unterrichtsgeschehen? - Leider häufig Fehlanzeige.

Dabei beginnt diese Fehlplanung bereits beim Baulichen, wenn für ein solches Wissenszentrum nicht die ausreichend großen und funktional strukturierten Flächen eingeplant werden.

Auch die Einbindung elektronischer Medien sollte hier von vornherein bedacht werden, mobile Notebooks mit schulischen WLAN und langen Akkulaufzeiten entsprechen den Arbeitsbedürfnissen der SchülerInnen wesentlich mehr als antiquierte, fest installierte (platzfressende!) Tischrechner.

5. Mensa, Küche - oder vielleicht doch ein Schulrestaurant?

Wir beginnen in Deutschland erst seit einigen Jahren mit der Umsetzung von Ganztagsschulkonzepten und haben folglich keine langfristigen Erfahrungen. Insofern sollten wir uns bei der Gestaltung von Mensen usw. ggf. auch an ausländischen Konzepten orientieren. Als selbst erlebtes Negativbeispiel  mag die Diskussion über die Größenordnung der Mensa in der eigenen Schule dienen - die behördlichen Bauverantwortlichen behaupteten bei der Planung (2005) unserer Mensa/Aula doch allen Ernstes, dass mehr als 60 bis 80 Kinder (von 800!) nie in der Schule essen würden. 10 Jahre später sind es über 300, Tendenz weiter steigend. Folglich jammern viele hamburgische Gymnasien, die mit der Einführung von Gy8 eine kleine Mensa erhalten hatten, jetzt darüber, dass diese viel zu klein seien. Parallele Schichten von Essen und Unterricht bei gegenseitigen Störungen sind u.U. die Folge.

Auch bei der Dimensionierung der Mensa zwingt einen der Kostendruck häufig zu Kompromissen in Form von multifunktionellen Räumen wie Mensa/Aula oder Pausenhalle/Mensa o.ä. Man sollte sich dabei aber bewusst sein, dass das Ergebnis nicht unbedingt eine gemütliche Restaurantatmosphäre sein dürfte. Und vier Millionen Baukosten nur für eine Mensa in Bad Kreuznach, wie sie von dem Sternekoch J. Lafer umgesetzt und betrieben wurde, dürfte den Kostenrahmen der meisten kommunalen oder Länderhaushalte sprengen, ganz zu schweigen, dass dort das Essen mit 4€ sich nicht einmal im Kostenrahmen für Schulessen in der reichsten Stadt Deutschlands - Hamburg - bewegt. Dort darf ein Essen nur max. 3,50€ kosten. In Multifunktionsräumen mit einer täglichen oder noch häufigeren Umstuhlung (Saal - Mensa - Saal - Klausurraum - Mensa usw.) bekommt man selbst bei einer unwahrscheinlichen Ausweitung der Dienstzeitbudgets von Hausmeistern nun mal keine jugendgerechte Gemütlichkeit hin. Und der Spagat zwischen aufführungsgeeigneter Saalakustik und gesundheitlich vertretbaren Lärmbelastungswerten in einer multifunktional konzpierten Aula/Mensa ist schlicht nicht machbar.

Auch die mögliche Umrüstung der Essensausgabe auf moderne 'free-flow-Konzepte' sollte man beim Bau berücksichtigen, ein paar Kabel und Steckdosen im Estrich kosten nur Bruchteile dessen, was ein späterer Umbau kosten dürfte, wenn man Ausgabewagen für heiße oder gekühlte Speisen in den Verkehrswegen aufstellen will. Wenn dann noch die Verkehrswege/Ausgabe für ein solches Konzept zu klein gebaut wurden, erübrigen sich entsprechende Ideen - für die SchülerInnen wäre die Mensa damit endgültig weniger attraktiv.

Auch ein elektronisches Kassier- und Buchungssystem sollte man zumindest von der Infrastruktur her mit einplanen.

Bei der Küchengestaltung entsteht dann der nächste 'Sachzwang' zu billigeren Konzepten: Natürlich ist eine Produktionsküche in Erstellung und Betrieb wesentlich teurer als eine Aufwärmküche oder gar eine reine Verteilerküche. Die Qualität des Essens, und das auch aus gesundheitlicher Perspektive, steht dazu im umgekehrten Verhältnis. Dazu nur drei bittere Kommentarsätze:

1. Viele Lehrpläne schreiben vor, dass an deutschen Schulen auch aktive Gesundheitserziehung beim Thema Essen betrieben werden soll.

2. Aber das ist dann Thema des Biologieunterrichts.

3. Und die langfristigen Kosten systematischer Fehlernährung zahlen später die Krankenkassen.

6. Arbeitsbelastung durch Gebäudeanlage oder andere Arbeitszeitfresser

Die pädagogische Brille von Schulleuten auf Schulgebäude ist eine andere, als die der Architekten oder behördlicher Schulbauplaner. Folglich sind vielfach Gebäude entstanden, die im Betrieb den Lehrkräften zusätzliche Arbeitszeit abverlagen oder Belastungen erzeugen - und zwar solange das Gebäude als Schule genutzt wird.
- Aufsichten: Die Menge der zu gebenden Aufsichten wird stark beeinflusst durch die Lage, Form und Einsehbarkeit von Gebäuden oder Freiflächen. Insofern ist es für ein Kollegium von z.B. 50 Personen nicht unerheblich, ob man 5 oder 8 oder gar 10 Aufsichten pro Pauseneinheit abstellen muss, weil die Schule unübersichtlich, mit mehreren gefährdungsgeneigten Ausgängen oder potentiellen 'Raucherecken' und dergl. ausgestattet ist - dafür aber einen Architektenpreis gewonnen hat. Der beglückte Architekt ist längst weitergezogen, während die armen Lehrkräfte auf Grund von Fehlplanungen bei Wind und Wetter immer noch im 'Regen' stehen.

- Lärm: Eine erhebliche, häufig unterschätzte gesundheitliche Belastung wird durch völlig unzureichende Lärmschutzplanung beim Schulbau erzeugt, da die Regelungen der DIN 18041 ('Hörsamkeit in Unterrichtsräumen') keine zwingenden Vorgaben im Sinne einer echten Gefährdungsbeurteilung (es gilt aber bereits die neue DIN-Norm von 3/2016!) sind, sondern häufig nur Empfehlungschrakter haben und eigentlich auch nur auf die Verständlichkeit der Kommunikation in Unterrichtsräumen abzielen. Bei heutiger Lärmdämmtechnik sind aber Zielwerte z.B. beim belastenden Nachhallfaktor erreichbar, die den Stress durch Lärm drastisch reduzieren könnten und zugleich auch das Lernen - weil Verstehen - der SchülerInnen erheblich verbessern helfen würden. Genaueres hierzu unter der Registerkarte 'Lärm' auf dieser Homepage.

- Elektronische Infrastruktur: Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, dass beim Neu- oder Umbau von Schulräumen die modernste technische Infrastruktur eingebaut wird, also Anschluss aller Unterrichtsräume an LAN- oder WLAN-Netze, Präsentationsmedien (mind. Beamer oder Smartboard mit LAN-Verbindungen), akustische Präsentationsmöglichkeiten (Fremdsprachenunterricht) etc. - die Wirklichkeit sieht nach wie vor oft anders aus; in anderen Ländern gibt es bereits elektronische Klassenbücher, bei uns oft noch nicht einmal die entsprechende Infrastruktur. Dabei müssten beim Bau die entsprechenden Endgeräte nicht unbedingt mit eingeplant werden (was häufig den Finanzrahmen sprengt), wichtig ist nur, dass die notwendige Verkabelung, Patchfelder, Server etc. auch in der zu erwartenden Bandbreite berücksichtigt werden, eine nachträgliche Einrichtung ist oft wesentlich teurer, woraus dann häufig eine dauerhafte Behinderung moderner Unterrichtskonzepte resultiert. Dazu gehört auch eigentlich so etwas Triviales, wie ein einheitliches Druckernetz, dass also die Lehrkräfte von ihren Arbeitsplätzen (oder direkt von ihrem Notebook über WLAN!) aus die schnellen Kopierer etc. ansteuern können.

Literaturhinweise und Weiterführendes

Sehr hilfreich kann hier zumindest eine Literaturangabe sein:

Montag Stiftungen Jugend und Gesellschaft I Urbane Räume (Hrsg.): Schulen planen und bauen: Grundlagen und Prozesse. Berlin 2011

Weitere Links:

http://www.lernraeume-aktuell.de/

http://www.schulen-planen-und-bauen.de/startseite.html

http://www.institut-beatenberg.ch/wo-wir-sind/raum-und-raeume/arbeiten.html

Auch die jüngst errschienenen Leitlinien für leistungsfähige Schulbauten in Deutschland der Montag Stiftungen sind außerordentlich hilfreich für die sogenannte 'Phase Null' der Bauplanung, in der vor allen Dingen die Schule und ihre Akteure (Schullleitung, Kollegium, Mitarbeiter sowie Eltern- und Schülerschaft) sich darüber Klarheit verschaffen müssen, wie denn die pädagogischen Anforderungen an den 'dritten Pädagogen', den Raum, denn aussehen sollen. Dieser Prozess ist in der Regel nicht mit einem eigenen Kosten- und/oder Zeitbudget versehen, aber für ein Gelingen ungemein wichtig.

Radikal auch die Hinweise auf dänische Schulen, die dank des Einsatzes von Sprinkleranlagen zu einer großen Umnutzung der Verkehrsflächen zu Arbeits-/Selbstlernflächen kommen. Schlägt eine Sprinkleranlage auch mit einem erheblichen Anteil auf die Baukosten durch (ca. 1%) ist der Flächenzugewinn doch recht erheblich. Außerdem beantwortet eine (in Deutschland aus Kostengründen in der Regel im Schulbau nicht akzeptierte) Sprinkleranlage auch die Frage, warum in deutschen Schulgebäuden die Flure und damit die ganzen Schulen immer so ungemütlich sind. In Dänemark und z.T. auch in Holland sind Sprinkleranlagen die Norm.

http://www.bildunggrenzenlos.at/fix/texte/Architektur/Vortrag_kuehn_wissensgesellschaft_02_abbildungen.pdf

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  • Gemeinschaftsschule Moorege (Schlesw.-Holst.), Schulbauberatungstag 2018
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  • GEW BERLIN „Werkstatt Schulbau“ 18.2.17
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  • Landesakademie Baden-Württemberg Comburg

  • Landesschulamt Böblingen, (BaWü)

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  • Ganztagsschul-Bundeskongress Neuss

  • Ganztagsbildungskongresse München 2015, 2016

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  • Personalvertretungsrecht (vornehml. HH), Konfliktmoderation/-mediation zum Thema
  • Lehrergesundheit und Lehrerarbeitsplätze
  • Einrichtung und Umwandlung von Ganztagsschulen (13 Jahre SL eines gebundenen Ganztags-Gymnasiums)
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Veröffentlichungen zum Thema Lehrerarbeitsplätze

Tegge, Egon: Die Einrichtung individueller Lehrerarbeitsplätze - eine kleine Umstrukturierung mit großen Folgen. In: Maschke, Sabine u.a.. Jahrbuch Ganztagsschule 2015, Schwalbach 2015, S. 118-123.

Feste Lehrerarbeitsplätze in der Schule (PÄDAGOGIK 1/ 2013, Beltz)

Neumann, Eva: Inseln des Rückzugs in: pluspunkt (Magazin für Sicherheit und Gesundheit in der Schule), 1/ 2013

Otto, Jean­nette: Nach­sitzen! : Ar­beits­be­din­gungen in der Schule. In: Die Zeit (2010-04-15), Nr. 16.

Kusch­ne­reit, An­dreas: Leh­rer­ar­beitsplätze in der Schule. In: Ham­burg macht Schule 22 (2010), Nr. 3, S. 44–45. (PDF, ca. 4 MB, Quelle: www.ham­burg.de/ham­burg-macht-schule)

Schaarschmidt, Uwe/Fischer, Andreas: Die Lehrerarbeitsplätze am Goethe-Gymnasium in Hamburg - Eine Bilanz. Ergebnisse und Schlussfolgerungen aus einer Befragung der Kolleginnen und Kollegen. Wien 2009

TV-Mitschnitte und weitere Veröffentlichungen
ZEIT-Podiumsdiskussion HH 22.3.16
   Mitschnitt auf Youtube
tv-talk zwischen E. Tegge und Prof. Tenorth im spiegel-tv: sos-schule-talk
ZEIT-Artikel vom 26.01.2012: Hungernde Seelen. Psychotherapeuten ans Gymnasium? Schulleiter Egon Tegge über den Versuch, seinen Schülern ohne Umwege zu helfen.
Download als Arbeitsblätter in: ZEIT für die Schule, Lehrernewsletter: November: Voll gestresst? Psychische Probleme bei Schülern

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